Der Alpenverein

wird 150 Jahre alt. Natürlich gratulieren wir ihm, weil vor allen Dingen in den letzten Jahren eine Umkehr zu spüren ist: eine Umkehr hin zu sanftem, zu ökologisch verträglichem Tourismus. Ob das reicht, um die Entwicklung, die er angestoßen hat, wieder gut zu machen, das darf bezweifelt werden. Der Alpenverein hat den Massentourismus in die Berge erfunden. Er hat dem menschlichen Gemüt eingepflanzt, dass sie nur zu sich finden könnten, wenn sie die Gipfelregionen der Berge erstürmen würden. Die Alpen sind inzwischen zersiedelt, die Hänge mit Pisten übersät, in allen Jahreszeiten drängen sich die Menschen und die Blechlawinen durch die engen Täler. Die Wende hin zur Nachhaltigkeit klingt nett. Doch wie soll sie funktionieren? Welcher Bergwanderer entschließt sich dazu, daheim zu bleiben, damit nicht Tausende im Klettersteig hängen? Wer von ihnen verzichtet auf die Anreise mit dem Auto? Schwierig. Und für den noch so sanften Urlaub gilt ein Aphorismus, dessen Herkunft ich nicht kenne, den ich in dieser Kolumne jedoch schon einmal bemüht habe: Tourismus zerstört, wenn er findet, was er sucht. Dennoch: Alles Gute! 


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