Pressemitteilung
"Frische Vitamine für Vilshofen" - "Langer Donnerstag" am 8. Januar
Rathauslotsen verteilen Bio-Orangen und weisen auf zusätzliche Eintragungszeiten hin
Foto (Gerhard Alfranseder): Mit frischem Mut und neuen Ideen machen sich die Kandidatinnen und Kandidaten von Bündnis Waldschutz / ÖDP für die Fairtrade-Stadt Vilshofen stark: (von rechts) Simon Löwen, Weltladen-Koordinatorin Petra Spanner, Martina Wurster, Christina Macht, Bündnis Waldschutz-Sprecher Dr. Herbert W. Wurster und Annika Zwerenz verteilen mit prominenter Unterstützung von Bezirksrat Urban Mangold (2. v. rechts) und Kreisrat Walter Dankesreiter (links) Bio-Orangen und weisen auf den "langen Donnerstag" am 8. Januar bis 20 Uhr hin.
Vilshofen. Wenn auf dem Kirchplatz Bio-Orangen an die Passanten verteilt werden, dann kündigt Bündnis Waldschutz / ÖDP damit "frische Vitamine für Vilshofen" an. Für die Wahlzulassung der Bürgermeisterkandidatin und der neuen Stadtratsliste braucht es aber noch mehr Menschen, die mit Personalausweis ins Bürgerbüro ins Rathaus kommen, um dort die beiden Wahlvorschläge zu unterzeichnen. Hierfür gibt es neben den regulären Öffnungszeiten (8 - 17 Uhr, freitags bis 12 Uhr) eine zusätzliche Eintragungszeit am Donnerstag, den 8. Januar, durchgehend bis 20 Uhr.
Am Freitag informierten sich Bürgermeisterkandidatin Diane Mohrhauer und Kreisrätin Anita Hofbauer über den Zwischenstand bei den Unterschriften für die beiden Wahlvorschläge. Mit knapp der Hälfte der benötigten Unterschriften zur Halbzeit zeigen sich die beiden Beauftragten "vorsichtig optimistisch und hoffen weiterhin auf die Unterstützung durch viele demokratisch gesinnte Vilshofener Bürgerinnen und Bürger".
Bei dem Treffen informierte Weltladen-Koordinatorin Petra Spanner auch über den Prozess zur kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie. Als Leiterin der Steuerungsgruppe erhofft sie sich durch die neue Liste Bündnis Waldschutz / ÖDP "frische Vitamine für die Fairtrade-Stadt Vilshofen". Man müsse verstehen, dass das, was Menschen des Globalen Südens nutzt, auch für die Lebensbedingungen hierzulande von Vorteil sei. Aktuell werde im Rahmen des Projekts „Global Nachhaltige Kommune Bayern", das von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt durchgeführt wird, eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Es gehe aber auch darum, ergänzt ÖDP-Kreisvorstandsmitglied Simon Löwen, dass die Strategie bekannt gemacht und gelebt wird. Hierbei komme der neuen Stadtratsliste Bündnis Waldschutz / ÖDP über den Wahltermin hinaus eine wichtige Rolle zu. "Als Waldschützerin interessiert mich auch, aus welchem Holz meine Gartenmöbel produziert sind, und ob für die Schokolade, die ich esse, Wälder gerodet wurden", konstatiert Annika Zwerenz. Bei nachhaltiger Mobilität und konsequent fairer Beschaffung sieht die Jung-Politikerin großen Optimierungsbedarf in Vilshofen. "Auch für den Kiesabbau dürfen keine Wälder gerodet werden", fordert Bündnis Waldschutz-Sprecher Dr. Herbert Wurster. Mit Recycling-Baustoffen kombiniert mit neuen Techniken könne man den Einsatz von Primärrohstoffen deutlich reduzieren.
Damit die Fairtrade-Stadt Vilshofen auf Kurs bleibe in Richtung Nachhaltigkeit, so Stadtratskandidatin Christina Macht, brauche es noch mehr Engagement und mehr "frische Vitamine" im Stadtrat, in Wirtschaft und Verwaltung und in der Zivilgesellschaft. Viele Bereiche nachhaltigen Zusammenlebens seien zukünftig noch mehr auf das Ehrenamt angewiesen, prophezeit Kandidatin Martina Wurster. Deshalb sei es so wichtig, dass die öffentliche Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehe und die Bürgerinnen und Bürger transparent beteilige, meint Kreisrat Walter Dankesreiter aus der Nachbargemeinde Windorf, der die Vilshofener unterstützt. Ehrenamt in Vereinen und Hilfsorganisationen, in der Pflege und Kinderbetreuung, in Selbstwerkstätten und Selbsthilfegruppen könne nur funktionieren, wenn die Freiwilligen sich ernst genommen und unterstützt fühlen, so Dankesreiter.
Damit die Liste Bündnis Waldschutz / ÖDP sich überhaupt in den Stadtrat einbringen könne, erinnert ÖDP-Bezirksrat Urban Mangold schließlich noch einmal daran, dass es bei aller Begeisterung für neue Ideen zunächst darauf ankomme, die Hürde zur Wahlzulassung zu überspringen. Dafür müssen sich bis 19. Januar 12.00 Uhr mindestens 180 Wahlberechtigte, die auf keiner Stadtratsliste kandidieren und keinen anderen Wahlvorschlag unterzeichnet haben, in die Listen im Rathaus eintragen.
