Viele interessierte Besucher informierten sich an unserem Energienachmittag
Nahwärme - Wärmepumpe - Energiewende um diese Themen ging es bei den Vorträgen

Viele Hausbesitzer treibt die Frage um, welches Heizsystem sie wählen sollen, wenn sie ihre Heizung erneuern wollen, außerdem sollen wir bis 2045 klimaneutral werden. In Presse und sozialen Medien geistern viele Horrorszenarien bzgl. Kosten und Möglichkeiten z.B. von Wärmepumpen herum. Deshalb haben die ÖDP/Aktiven Bürger einen Informationsnachmittag zu dieser Thematik im Gebäude von ACP – Solutions (vormals SWS) organisiert und dazu 3 Experten mit praktischen Erfahrungen zu Vorträgen eingeladen. ÖDP -Vorsitzender und Stadtrat Robert Zoidl konnte dazu zahlreiche Besucher begrüßen.
Der erste Referent Bapist Resch stellte seine Firma „Wir Wärmen KG“ vor. Neben seinem Sägewerk in Neureichenau betreibt die Firma mit 40 Mitarbeitern mit Beginn vor 20 Jahren mehrere Heizkraftwerke mit Nahwärmenetzen, 2 größere in Neureichenau und Freyung mit 8500 bzw 12500 MWh und weitere kleinere in Röhrnbach, Jandelsbrunn, Büchlberg, Grafenau und Waldkirchen, insgesamt zusammen 30 GWh, was einer Heizölersparnis von ca. 4 Mio Litern entspricht. Die Eigenschaften von Nahwärme lassen sich mit 3 Worten beschreiben, sie ist regional, einfach und fair, d.h. das Geld bleibt in der Region, sie ist bezahlbar, langfristig planbar und ohne größere Preisschwankungen. Die Anschlußkosten der letzten Maßnahme lagen bei 9500 € netto pro Haus, wobei 1/3 bei Baubeginn, 1/3 nach Fertigstellung und 1/3 nach Inbetriebnahme fällig war. Die laufenden Kosten belaufen sich z.B. bei einem vorherigen Verbrauch von 2000l Heizöl/Jahr auf 2728 €/Jahr (Stand 2023). Der Neubau von Nahwärmenetzen bzw. der Anschluß daran wird sowohl auf Betreiberseite als auch auf Abnehmerseite staatlich gefördert. . Die Wärmenetze- Heizwerk, Leitungen bis ins Haus incl. Übergabestation- werden alle in Eigenregie errichtet. Für die Versorgungssicherheit und Wartung gibt es einen 24h- Service. Erstverträge hatten eine Laufzeit von 20 Jahren, in Zukunft werden deutlich kürzere Erstlaufzeiten angeboten, Nachfolgeverträge haben i.d. Regel eine Laufzeit von 1 Jahr. Die Heizwerke werden mit Hackschnitzeln aus den Wäldern der Umgebung betrieben, lt. seinen Aussagen ist auch im Gemeindegebiet von Hauzenberg genügend Holz für den Betrieb weiterer Nahwärmenetze vorhanden.
Sobald die Wärmeplanung für die ILE-Gemeinden fertig erstellt ist, bietet sich die Möglichkeit, anhand der ermittelten Daten zu prüfen, in welchen Bereichen von Hauzenberg weitere Nahwärmenetze möglich sind.
Max Reischl, Inhaber des Ingenieurbüros für Versorgungs- und Energietechnik aus Hauzenberg referierte über Wärmepumpen. Er erklärte Funktion und Bauweisen von Wärmepumpen, wobei er Luft-Wasser- Anlagen favorisierte. Mit Wärmepumpen sind Vorlauftemperaturen je nach System bis 70 Grad möglich. Auch bei den momentanen Minustemperaturen ist deren Betrieb problemlos möglich. Idealerweise werden Heizungen in Neubauten mit Fußbodenheizungen kombiniert, Wand – und Deckenheizungen bieten außerdem die Möglichkeit der Kühlung im Sommer. Diese Systeme können je nach Bauart des Hauses auch nachträglich eingebaut werden. Auch Altbauten können mit einer Wärmepumpe beheizt werden, mit Fußbodenheizung problemlos, ansonsten ist in der Regel dazu ein Tausch der Heizkörper notwendig, Einsparungen können auch mit zusätzlichen Wärmedämmmaßnahmen bzw. Fenstertausch erreicht werden, diese Maßnahmen werden staatlich gefördert. Persönliche Erfahrungen dazu konnte Urban Mangold, ÖDP-SR aus Passau beitragen, der einen Altbau mit Wärmepumpe beheizt, er präsentierte dazu seine Verbrauchszahlen.
Den dritten Teil des Nachmittags bestritt Josef Gold, ÖDP-Energieexperte, aus Kirchroth bei Straubing. Seine Firma GSW (Gold Solar Wind) beschäftigt sich seit 1993 mit erneuerbaren Energien. Die Firma betreibt und verwaltet zur Zeit 60 Photovoltaikanlagen und 70 Windenergieanlagen und beschäftigt 50 Mitarbeiter, inzwischen sind auch seine 2 Kinder in das Unternehmen eingestiegen. Die Unternehmensphilosophie sei der Ausbau der erneuerbaren Energie und dabei idealerweise die Verbindung von Ökologie und Ökonomie.
In seinem Vortrag skizzierte er die weltweite Energiesituation, er nannte die momentane Situation die 4. Energierevolution, den Einsatz von Elektrischer Energie. Zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045, die in Deutschland auf Druck des Bundesverfassungsgerichts beschlossen wurde, ist eine Energiewende dringender den je. Vor allem bei der Mobilität führe am Einsatz von elektrischer Energie kein Weg vorbei. Weltweit seien bereits ca. 90% der neu errichteten Kraftwerke erneuerbar. Spitzenreiter sei China, wo allein die 2025 errichteten Solar- und Windanlagen so viel Strom produzieren wie 60 Atomkraftwerke. China will in nächster Zeit den Anteil elektrisch angetriebener LKWs auf 60% steigern. Die Propagation von Wasserstoff, e-fuels und Kernfusion als Kraftstoffe der Zukunft nannte er die drei Lügen. Strom habe beim Antrieb von Autos und Wärmepumpen die geringsten Verluste, Wasserstoff sei in der Herstellung zu energieintensiv und in Zukunft eher für die Chemie-Industrie von Bedeutung, außerdem wie e-fuels in den nächsten Jahren nicht ausreichend verfügbar. Zum Vergleich: Mit 1ha Photovoltaikstrom beträgt die E-Autoreichweite 6 MIo km, mit Wasserstoff 2 Mio km, mit e-fuels 0,85 Mio km und mit Bio-Methan aus Silomais 85.000 Tsd km.
Der optimale Energiemix bestehe aus 2 Dritteln Windstrom und 1 Drittel Photovoltaik ergänzt mit Biomasse und Wasserkraft. Windkraft und Photovoltaik ergänzen sich saisonal optimal. Die neueren Windräder haben eine Nabenhöhe von etwa 160 m bei einem Rotordurchmesser von 150m, und erzielten eine Nennleistung von über 7 Megawatt. Rotorblätter werden nach Nutzungsende in der Zementindustrie verbrannt, die Fa. Siemens bietet seit neuestem recycelbare Rotorblätter an. Wichtig sei für den Betrieb eines Windrads ein wirtschaftlicher Standort mit einer Windgeschwindigkeit von mind. 5,7m/sec. Geldgeber bzw. Banken haben inzwischen ihre eigenen Experten, die die Wirtschaftlichkeit einer Anlage einer genauen Überprüfung unterziehen. Für ein Windrad muß als Rückbaugarantie eine Einlage von 350.000€ hinterlegt werden, sollte der Betrag nicht reichen, ist der Grundstückseigentümer in der Pflicht, die Kosten können also nicht auf die Allgemeinheit übertragen werden. 90 % der Gewerbesteuer bleiben bei der Gemeinde, 10% beim Firmenstandort. Eine wichtiger Weg zur Akzeptanz von Erneuerbaren ist nach Gold die Bürgerbeteiligung, ein Großteil der Anlagen seiner Firma sind mit Bürgerbeteiligung entstanden. Gemeinden können lt. Gesetz die Bürgerbeteiligung an Windkraft bzw. Freiflächenphotovoltaikanlagen in ihren Richtlinien festsetzen. Das wollte auch die ÖDP-Fraktion im Hauzenberger Stadtrat, was jedoch die große Mehrheit der anderen Stadträte ablehnte. Immer wichtiger werde, daß der Ausbau der Stromnetze forciert und digitalisiert und der Bau von chemischen Großspeichern(große Batteriespeicher) forciert wird. Dadurch ergeben sich Einsparungen beim Netzausbau und Solarstrom kann über Nacht gespeichert werden.
Wie bei den anderen Rednern entspannte sich nach den Referaten eine intensive Diskussion, die zeigte, daß die Themen von aktueller Bedeutung sind und die Bürger beschäftigen und Informationen aus fachkundiger Quelle wichtiger denn je sind. Die nächste Möglichkeit zur weiteren Diskussion ergibt sich bei einem ÖDP-Stammtisch am 4.2.2026 um 19.30 Uhr beim Kai in Hauzenberg.
Energienachmittag am Samstag, 24.01.2026
Einladung zum Hauzenberger Energie – Nachmittag

„Wie kann ich als Bürger von der Energiewende profitieren?“ – um diese praktische Frage geht es beim Energie-Nachmittag, der am kommenden Samstag, den 24. Januar in den Schulungsräumen der Firma ACP (früher SWS) beim Bürgerpark stattfinden wird. Drei Fachleute informieren in Vorträgen über Vorteile und Umsetzung von energetisch sinnvollen und langfristig bezahlbaren Maßnahmen, die im eigenen Haus durchgeführt werden können. Um 13 Uhr startet Baptist Resch, von der Firma „WIR WÄRMEN“ aus Neureichenau. Er betreibt ein Sägewerk und hat bislang 11 Nahwärmenetze im Landkreis Freyung-Grafenau und Passau aufgebaut. Als Brennstoff dienen dabei Hackschnitzel aus den Wäldern der Region. Um den Einbau von Wärmepumpen in Altbauten und Bestandsgebäuden geht es um 14 Uhr beim Vortrag von Max Reischl, Ingenieurbüro für Versorgungs- und Energietechnik aus Hauzenberg. Urban Mangold berichtet einleitend von eigenen Erfahrungen beim Einbau einer Wärmepumpe in seinen Altbau in Passau. Bei Kaffee und Kuchen können sich die Teilnehmer untereinander austauschen. Um 15.30 Uhr referiert Josef Gold, Gründer der Unternehmensgruppe GSW aus Kirchroth in Niederbayern, über Planung und Umsetzung von Bürgerenergieanlagen für Sonne und Wind. Er wird zeigen, welche ökonomischen Vorteile jeder Einzelne aus nachhaltigen Entscheidungen ziehen kann. Dabei spannt er den Bogen bis hin zu weltweiten ökologischen und politischen Entwicklungen. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Die Vorträge können auch einzeln, je nach Interesse besucht werden. Veranstalter ist die ÖDP – Hauzenberg.
Martin Clemens
Bild: Ulrike Schott / Plakat mit Robert Zoidl, Ortsvorsitzender der ÖDP – Hauzenberg
Nominierungsversammlung der ÖDP Hauzenberg
" ödp forciert Frauenpower im Stadtrat"

Der Einladung zur Nominierungsversammlung der ödp-aktive Bürger für die Stadtratswahl waren 30 Mitglieder und Interessierte gefolgt. In seinem Grußwort legte Vorsitzender Robert Zoidl das vehemente Eintreten der ödp-Fraktion für den Umweltschutz dar. So wurde die Forderung nach Regenwassernutzung bei kommunalen Bauten, wie der Grundschule Hauzenberg umgesetzt. Auch im Verkehrssektor vertritt die ödp eine klare Linie: „„Verkehr“ wird im Landkreis und auch in Hauzenberg immer noch als Auto- und LKW-Verkehr definiert. Wir werden nicht müde einzufordern, dass hierbei auch Fußgänger, Radfahrer und der ÖPNV mitgedacht werden müssen. Anstatt durch Großprojekte, wie die „Südumfahrung“ die Landschaft zu zerstören, kann mit einem Bruchteil des dafür veranschlagten Geldes ein Radwegenetz geschaffen werden, das den Umstieg auf eine klimafreundlichere Fortbewegung vorantreiben wird.“ - so Zoidl.
Agnes Becker, Landesvorsitzende der ödp und Kreistagsabgeordnete unterstrich Zoidls Worte: „Wenn der Fokus vieler Politiker ausschließlich auf Wirtschaft und Verteidigung gerichtet ist, müssen wir umso klarer für den Naturschutz und den verantwortlichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen eintreten. Auch der Erhalt unserer Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit mehr, wie die Erfahrungen mit der AfD im Kreistag zeigen.“
Die persönliche Vorstellung der Stadtratskandidatinnen und -kandidaten machte deutlich, dass diese aus fast allen Ortsteilen stammen, alle Altersschichten repräsentieren und 10 von 24 weiblich sind. Auch die Platzierung von Christine Penzenstadler auf Platz 1 der Liste zeigt, dass ödp-aktive Bürger über mehr Frauenpower verfügt, als alle anderen bekannten Bewerbergruppen. Die von den Kandidaten vorgeschlagenen Themen decken sich mit den Zielen der Ökopartei: Ausbau von Rad- und Fußwegen, Erhaltung des Freudensees und konkrete Naturschutzmaßnahmen.
Ödp-Urgestein Sepp Anetzberger bezeichnete die Nominierung der Listenkandidaten als Aufbruchsignal für einen spannenden Wahlkampf. Ulrike Schott und Andreas Rustler stellten den Entwurf einer „ÖDP-Bildzeitung“ vor. Diese wird Anfang 2026 in die Haushalte verteilt werden. Darin geht es um Personen, politische Ziele und Inhalte. „Die Bürger können sich dann – im wahrsten Sinne des Wortes – ein „Bild machen“, warum es gut sein wird eine starke Fraktion der Ökodemokraten im Stadtrat zu haben.“, sagte Rustler.
Robert Zoidl beschloss die Veranstaltung mit der Ansage: „Mit dem „Drive“ des heutigen Treffens ziehen wir voller Tatendrang in den Kampf um Wählerstimmen. Wir haben ein klares Profil mit unserem Einsatz für Mensch und Natur. Gemeinsam werden wir Hauzenberg bewegen.“
Eine erste Wahlkampfveranstaltung ist im Januar, mit einem „Tag der Energie“ geplant.
Personen auf dem Foto von links nach rechts:
Maria Reischl, Katrin Löwe, Magdalena Sterl, Kai Eglseder, Elisabeth Hoffmann, Sigrun Schläfke, Karonlina Heckenlauer, Bernhard Holzner, Robert Zoidl, Agnes Becker, Evi Pongratz, Christine Penzenstadler, Sebastian Pongratz, Stefan Veit, Michael Neubauer, Alois Franz Fürst, Leonhard Schauer, Josef Anetzberger
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ÖDP Hauzenberg besucht den Rot Kreuz Laden
Ehrenamt mit Herz und Hingabe: Der Secondhand-Laden des BRK in Hauzenberg

Eindrücke anlässlich des Besuchs des ÖDP-Ortsvereins im „Rot-Kreuz-Laden“ in Hauzenberg über ein bemerkenswertes Projekt, das zeigt, was Ehrenamt, Zusammenhalt und gelebte Nachhaltigkeit bewirken können.
Jeden Mittwoch öffnet der Secondhand-Laden des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Hauzenberg seine Türen – und das mit beeindruckendem Engagement. 13 Frauen und ein Mann bilden derzeit das Herzstück des ehrenamtlichen Teams, das Woche für Woche rund 70 bis 80 Stunden leistet, um Kleidung, Haushaltswaren, Spielsachen und vieles mehr für kleines Geld anzubieten.
Dabei ist der Einsatz alles andere als selbstverständlich: „Es ist komplett ehrenamtlich – ohne Bezahlung. Unser größter Dank gilt diesem außergewöhnlichen Team,“ betonen die Verantwortlichen. Besonders gefragt ist männliche Unterstützung für Transportarbeiten: Ein Helfer fährt jeden Mittwochabend mit dem Kombi Müll, Kartonagen und Altkleider weg – ein zweiter Helfer wäre dringend willkommen.
Die Arbeit beginnt bereits am Dienstag, wenn neue Spenden im BRK-Haus der Bereitschaft Hauzenberg abgeholt und sortiert werden. Denn das Spendenaufkommen ist groß – manchmal zu groß. „Wenn zwei Wochen lang nichts geholt wird, ist es kaum mehr zu bewältigen,“ so das Team. Leider finden sich auch immer wieder unbrauchbare Spenden oder sogar echter Müll darunter, der kostenpflichtig entsorgt werden muss.
Mittwochs wird ab 10 Uhr eingeräumt, sortiert, aussortiert – und von 12 bis 16 Uhr verkauft. Bis zu 1.000 Artikel wechseln an einem Tag den Besitzer. Das Sortiment reicht von Kleidung und Schuhen bis hin zu Geschirr, Spielsachen und kleinen Haushaltswaren. Die Preise sind bewusst niedrig gehalten: Ein T-Shirt kostet 1,50 Euro, eine Jacke 3,50 Euro. Ziel ist es, allen Menschen – unabhängig von ihrer finanziellen Situation – Zugang zu guter, gebrauchter Ware zu ermöglichen.
Ein Laden für alle – und von allen
Die Kundschaft ist bunt gemischt: Von Sozialhilfeempfängern und Geflüchteten bis hin zu Akademikern ist alles vertreten. „Jeder ist willkommen – und jeder wird gleich behandelt,“ lautet das Motto. Für viele ist der Laden zudem ein sozialer Treffpunkt.
Initiiert wurde das Projekt vor 14 Jahren von Brigitte Dichtl. Ursprünglich war die Kleiderkammer in einem kleinen Kellerraum im BRK-Haus untergebracht. Die Idee, statt einer reinen Ausgabestelle einen Verkaufsraum zu schaffen, sollte den Gang zur Unterstützung erleichtern – und das Konzept ging auf. Nach 5 Jahren in einem 60 qm großen Schulungsraum im BRK-Haus fand der Laden schließlich bei Jutta Koller in einem leerstehenden Ladengeschäft sein dauerhaftes Zuhause. Die Einrichtung wurde teils übernommen, teils selbst gebaut oder von anderen Geschäften übernommen.
Trotz niedriger Preise kommen durch die große Nachfrage beachtliche Einnahmen zusammen. Diese werden in der BRK-Geschäftsstelle in Passau verwaltet und müssen regulär versteuert werden. Ein Teil der Mittel fließt jedoch zurück nach Hauzenberg – für soziale Zwecke oder etwa für wichtige Anschaffungen wie zuletzt den neuen Bereitschafts-LKW vor Ort. Ein Gewinn für die Allgemeinheit.
Zweimal im Jahr wird der gesamte Laden saisonal umgeräumt. Seit einiger Zeit öffnet er auch an verkaufsoffenen Sonntagen – mit großem Erfolg. Die Kundschaft kommt längst nicht mehr nur aus dem Stadtgebiet, sondern auch aus dem Umland.
Den Stadträten der ÖDP, Frau Karolina Heckenlauer und Herrn Josef Anetzberger, sowie ödp-Mitgliedern Frau Christine Penzenstadler und Herrn Stefan Veit wurde eindrucksvoll gezeigt, wie viel Herzblut, Organisationstalent und Idealismus hinter diesem Projekt stecken. Der Laden ist nicht nur ein Ort der Hilfe, sondern auch ein Ort der Begegnung – getragen von Menschen, die sich uneigennützig für andere einsetzen. Und genau das verdient öffentliche Aufmerksamkeit und Unterstützung.
So viel Engagement verdient Anerkennung – auch über Worte hinaus.
Foto:
von links nach rechts: Josef Anetzberger, Stefan Veit, Christine Penzenstadler, Brigitte Dichtl, Rosmarie Breitenfellner, Elriede Lepschy, Inge Lang, Anneliese Blahetek, Marion Pilsl, Petra Lang.
Nicht auf dem Bild: Dr. Karolina Heckenlauer, Gerlinde Exl, Rosmarie Haugeneder, Manuela Schmid, Renate Scholz, Christel Vorlaufer, Hermine Walter
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ÖDP wandert nach Auhäusl

Den politischen Frühling läutet die ÖDP-Hauzenberg mit einer Wanderung um den Geiersberg nach Auhäusl ein. Dem Aprilwetter im Mai zum Trotz zogen die Ökodemokraten durch Wald und Wiese und entdeckten dabei eine artenreiche Kulturlandschaft. Zu Verdanken ist dies der Familie Fürst, die in und um Auhäusl eine biologische Landwirtschaft betreibt. Dass dies mit viel Arbeit und hohem Einsatz der ganzen Familie verbunden ist, berichtet Anna Fürst, Senior-Bäuerin auf dem Hof. Alois Fürst – Junior betreibt die Landwirtschaft mit 15 (?) Milchkühen, Kalbinnen, Ziegen und Schafen (…) im Nebenerwerb. Dazu ist derzeit Idealismus nötig, denn die politischen Rahmenbedingungen machen es den Biobauern nicht leicht. Glück hatten die Fürsts, dass die Flurbereinigung nie bis Auhäusl vorgedrungen ist. So blieben Feldraine und Feuchtwiesen erhalten, in denen Vögel, Amphibien und Igel gute Lebensbedingungen vorfinden. Die idyllische Lage auf 800 m Höhe bietet überdies die ideale Umgebung für Familienurlauber. Hier können sie der Enge der Stadt entfliehen und in den drei Ferienhäusern das „Bullerbü-Ambiente“ genießen. Bewirtet wurden die Wanderer mit kuhwarmer Milch, Apfelsaft aus eigener Produktion und frisch gebackenen „Bumsen“ (weiß jemand ein weniger missverständliches Wort für diese leckeren Dinger?). Das Naturerlebnis, die Gastfreundschaft und interessante Einblicke in die Biolandwirtschaft bestärken die ÖDP´ler in ihrem politischen Einsatz für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur in Hauzenberg.
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ÖDP lehnt Südumfahrung von Hauzenberg ab
Ortstermin in Glotzing mit Dorfbewohnern aus Glotzing, Loifing und Renfting


Auf Grund der neuen Kostenschätzung für die geplante Südumfahrung von Hauzenberg hat sich die ÖPD Hauzenberg entschlossen, mit den Anliegern- vor allem den Landwirten als betroffenen Grundstücksbesitzern- der geplanten Trasse zu reden und zu einem kurzfristig anberaumten Treffen beim Stall von Herrn Urmann in Glotzing eingeladen. Stadtrat Sepp Anetzberger erläuterte zuerst Kosten und Kostenaufteilung, sowie Verkehrszahlen aus dem Gutachten des Büros Kurzack aus dem Herbst 2023. Die zu erwartenden Kosten gegenüber der ersten Schätzung erhöhen sich lt. Mitteilung des Zweckverbands Autobahnzubringer von 14 Mio € auf ca. 50 Mio €, und die Kostenbeteiligung für Stadt und Landkreis von je 1,5Mio auf ca. 7 Mio €, wobei die Stadt über die Kreisumlage zusätzlich belastet würde. Im bestehenden Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2011 ist erneut eine Abstimmung erforderlich, sollten sich die Kosten um mehr als 10% erhöhen. Stadtrat Robert Zoidl verwies auf die gespannte Haushaltslage der Stadt, außerdem sei bei positiver Beschlussfassung nicht mit einer schnellen Realisierung zu rechnen, was zu weiteren Kostenmehrungen führen dürfte.
Der Zweckverband sieht großes Potential zur Verbesserung des Verkehrs in der Region, allerdings gehen die meisten Prognosen von einer Steigerung des Verkehrsaufkommens aus, was bei einer stagnierenden und zunehmend überalternden Bevölkerung eher nicht zu erwarten ist. Für die Bewohner der jetzigen Streckenführung über Haag bzw. Jahrdorf/Hauzenberg wäre es eine Verbesserung, wenn die Geschwindigkeit im Ortsbereich auf 30 km/h gedrosselt würde, was nur einen geringen Zeitverlust bedeute, aber weniger Lärm verursachen würde und insgesamt die Verkehrssituation entspannen würde. Im Vergleich zu Ballungsgebieten sind wir in Bezug auf Verkehrsstaus eher verwöhnt, etwas mehr Gelassenheit im Straßenverkehr würde allen gut tun.
Durch die geplante Straße würden Biotope und Wasserquellen gefährdet und Lebensräume für Wildtiere sowie beste landwirtschaftliche Flächen durchschnitten und die Bewirtschaftung beidseits der Straße erschwert. Das Gebiet um die drei überwiegend betroffenen Dörfer ist ein letzter Bereich unzerstörter bäuerlicher Kulturlandschaft, unser eigenes Naherholungsgebiet und wird laut Aussagen der anwesenden Bürger zum Wandern, Spazierengehen, Radfahren von Einheimischen und Urlaubsgästen genutzt.
Christine Penzenstadler forderte, zuerst die bestehenden Straßen zu sanieren, was von Kommunen kaum noch zu leisten sei, und nicht noch weitere Straßen zu bauen, was wiederum zu erhöhten Unterhaltskosten , vor allem für eine weitere große Brücke, führen würde. Von einem Anwohner wurde auch die Befürchtung geäußert, daß durch die geplante Trasse auch zusätzlicher Verkehr aus dem benachbarten Mühlviertel angezogen würde, der die Verkehrssituation in Passau zusätzlich belasten würde. Was bringe die neue Straße, wenn es anschließend nicht weitergeht, eine Weiterführung Richtung Hutthurm sei auf Grund der dort geschaffenen Situation kaum denkbar.
Von Anwohnern wurde Unverständnis geäußert, daß zwischen den zwei bestehenden Straßen Richtung Passau eine weitere mit einer Brücke über den Staffelbach gebaut werden soll. Außerdem würde durch die Straße mit erhöhtem Verkehrslärm zu rechnen sein. Die anwesenden Landwirte betonten, daß sie nicht zur Abgabe von Flächen bereit seien. Außerdem seien für eine Straße dieses Ausmaßes wieder Ausgleichsflächen erforderlich, die die knappen wirtschaftlichen Flächen weiter verringern würden. Sie sorgten sich, daß über ihre Köpfe hinweg entschieden würde und sie vor vollendete Tatsachen gestellt würden. Die ÖDP-Stadträte wiesen darauf hin, daß sie sicher im Rahmen einer konkreten Planung angehört würden, aber jederzeit die Möglichkeit hätten, schon im Vorfeld ihre Meinung an Stadt, bzw. Zweckverband zu äußern.
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Baumpflanzaktion der ÖDP in der Gemeinde Hauzenberger
am Tag des Baumes

Da staunten die Anwohner nicht schlecht: die Bürgermeisterin legt selber Hand an und pflanzt einen Maroni-Baum am Ortseingang von Perling. Anlass für die Aktion ist der bundesweite Tag des Baumes; ein Aktionstag von ödp und Naturschutzpartei unter dem Motto „Starke Bäume für eine lebenswerte Zukunft“. Um dieses Anliegen zu unterstützen, hat die ödp-Fraktion in Hauzenberg zwei Bäume an die Stadt gespendet. In Perling wurde bewusst eine Maroni (Esskastanie) gewählt. Die Sorte gilt als klimaresistent und kommt auch mit trockenen Sommern gut zurecht. Zudem liefert sie in einigen Jahren auch Früchte, die zum Basteln oder Rösten gesammelt werden können. Anschließend wurde noch ein weiterer Baum in Geiersberg gepflanzt.
Foto (von links nach rechts):
Bürgermeisterin Gudrun Donaubauer, Stadtrat Robert Zoidl, Anlieger Stefan Pilsl, Stadträte Dr. Karolina Heckenlauer und Josef Anetzberger