Pressemitteilung
"Für klare Sicht - auch im Vilshofener Rathaus!"
Bündnis Waldschutz / ÖDP erinnert an den Kampf gegen den Donauausbau
Foto (privat): Die Kandidatinnen und Kandidaten von Bündnis Waldschutz / ÖDP (von rechts) Bürgermeitsterkandidatin Diane Mohrhauer, ÖDP-Kreisrätin Anita Hofbauer, ÖDP-Kreisvorstandsmitglied Simon Löwen, Bündnis Waldschutz-Sprecher Dr. Herbert W. Wurster sowie Anja Kröninger und Christoph Klewar fiebern der Wahlzulassung entgegen und weisen auf die finalen Eintragungszeiten hin, insbesondere nächsten Sonntag, 18. Januar, von 9 bis 12 Uhr.
Vilshofen. Das Treffen an der Donau am Fest der Taufe Jesu hat für ÖDP-Kreisrätin Anita Hofbauer etwas Symbolisches: "Die Donau ist europäische Lebensader; das Geheimnis des Strömenden verbindet uns mit der Schöpfung; sie zu bewahren ist unser Auftrag." Stadtratskandidatin Anja Kröninger pflichtet bei: "Wir fühlen uns heute verbunden mit all den Menschen, die mit ihrem jahrzehntelangen Engagement gegen den Donauausbau dafür gesorgt haben, dass die frei fließende Donau zwischen Straubing und Vilshofen weitestgehend erhalten bleibt." Jeder müsse seinen Beitrag für den Klimaschutz leisten; denn Hitzeperioden samt niedriger Wasserstände und Sauerstoffknappheit seien für Fische lebensbedrohlich. Dieser Grundgedanke des Klima- und Artenschutzes sei eine der Hauptmotivationen für die neue Stadtratsliste ÖDP / Bündnis Waldschutz.
Doch zunächst geht es um die Wahlzulassung. Bei der öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses am Dienstag, 20. Januar, um 18 Uhr im großen Rathaussaal werden die Liste und die Bürgermeisterkandidatin nur zugelassen, wenn sich bis 19. Januar, 12.00 Uhr, mindestens 180 Wahlberechtigte, die auf keiner Stadtratsliste kandidieren und keinen anderen Wahlvorschlag unterzeichnet haben, im Rathaus eingetragen haben.
Bürgermeisterkandidatin Diane Mohrhauer zeigt sich fest überzeugt von einer Wahlzulassung: "Mit all den Menschen, die noch im Laufe der Woche und insbesondere am finalen Sonntag, 18. Januar, von 9 bis 12 Uhr, mit Personalausweis ins Bürgerbüro kommen, werden wir sicherlich genügend gültige Unterschriften beisammen haben." "Bitte lasst uns und die Natur, insbesondere unser Marterbergholz, nicht im Stich!", appelliert Bündnis Waldschutz-Sprecher Dr. Herbert W. Wurster an alle Vilshofener Wahlberechtigten. Aufgrund der sonntäglichen Sondereintragungszeit hatte man für nächstes Wochenende noch eine Aktion geplant, so Spitzenkandidatin Hofbauer. Man wollte Eiskratzer mit dem Slogan "Für klare Sicht - auch in der Lokalpolitik" verteilen. Aber die Hoffnung sei groß, dass man darauf im Sinne des Plastiksparens verzichten und die Eiskratzer in 6 Jahren für eine andere neue Liste verwenden könne. Die Forderung nach mehr Transparenz und klare Konzepte für die Vilshofener Stadtentwicklung bleibe natürlich bestehen, so Hofbauer. Dasselbe gelte auch für die Energiewende, erklärt ÖDP-Kreisvorstandmitglied Simon Löwen. Die Nutzung der Flusswärme könne hierfür ein Baustein sein, am besten in Kombination mit einem Blockheizkraftwerk, das die öffentlichen Einrichtungen und privaten Haushalte zwischen Erholungszentrum und Krankenhaus mit Strom und Wärme versorgen könne. "Die Rückwärtswende zu Gaskraftwerken unterstützen wir nicht", so Löwen. Dafür sei der wertvolle Standort in Pleinting viel zu schade. "Vielmehr werden wir Pleinting empfehlen als Standort für ein Pilot-Wasserstoff-Kraftwerk", ergänzt Kreisrätin Hofbauer. Nur so könne man die Sonnenenergie vom Sommer in den Winter bringen und bei der Umwandlung des Wasserstoffs in Strom ganz Pleinting mit Wärme versorgen. Stadtratskandidat Christoph Klewar zählt weitere Bausteine für eine Energiewende in kommunaler Verantwortung auf: "Wir wollen Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher auf allen kommunalen Dächern; wir fordern, dass alle Privathaushalte, die ein Balkonkraftwerk errichten wollen, unterstützt und gefördert werden, und wir beantragen, dass die Stadt Vilshofen mit ihren Stadtwerken dem neu gegründeten Regionalwerk beitritt und dort mit innovativen Ideen eine führende Rolle übernimmt."
