Pressemitteilung
ÖDP protestiert gegen Planfeststellungsbeschluss Untersimboln
„Wald zu roden, ist völlig aus der Zeit gefallen!“
Bei der Demonstration Wald statt Kies nähe Untersimboln Anfang Februar. Foto: privat
Zum Planfeststellungsbeschluss „Waldrodung in Untersimboln“, Gemeinde Salzweg, direkt angrenzend an Zieglreuth-Witzmannsberg (Stadt Passau) erklären die ÖDP-Fraktionsvorsitzenden Agnes Becker (Kreistag) und Urban Mangold (Stadtrat):
„Wald zu roden, ist völlig aus der Zeit gefallen, egal ob für neue Gewerbehallen oder für den Kiesabbau. Dass beim Abbau von Bodenschätzen ein Bergamt über der kommunalen Planungshoheit steht, ist ein Relikt aus dem Obrigkeitsstaat, das endlich abgeschafft werden muss. Unabhängig davon befindet sich aber auch das Bergamt Südbayern nicht im luftleeren Raum, sondern untersteht der Aufsicht der Bayerischen Staatsregierung. Wälder roden zu lassen, ist politisch unverantwortbar und widerspricht auch den Grundbedürfnissen der Bevölkerung. Das hat zuletzt der Bürgerentscheid „Rettet die Passauer Wälder!“ gezeigt. 78 Prozent der Abstimmenden sprachen sich dafür aus, den Wald als Ort der Ruhe und Erholung, als Trinkwasserspeicher, als Refugium der Artenvielfalt mit kühlender Wirkung auf umliegende Orte zu erhalten. Die Staatsregierung ignoriert diesen Wunsch der Menschen“.
Die Entscheidung des Bergamtes ist am 6.3.2026 in der PNP auf Seite 42 als amtliche Bekanntmachung veröffentlicht.
